Leseprobe 4 – Das Salzburger Achtsamkeitsmodell

von 29.03.20190 Kommentare

Sam erfährt, was er manchmal schon geahnt, aber noch nie so deutlich nachvollzogen hat: Seine Führungsentscheidungen sind gar nicht so rational, wie er dachte. Ein Säugetier, ein Reptil und sogar ein Strudelwurm reden mit. Und das nicht zu knapp.

Als Sam seinen ersten „Mindful Leadership Workshop“ besucht, erklärt der Trainer ihm ein paar interessante Zusammenhänge rund um das Gehirn und das menschliche Nervensystem. Als vernunftbetonter Manager geht Sam mit einer gewissen Skepsis in dieses Training, weil er immer noch befürchtet, dass die Achtsamkeitspraxis nichts für ihn ist und es dabei um „irgendwas Abgehobenes“ geht. Aber schon nach kurzer Zeit hat er verstanden, dass es sich dabei vielmehr um eine Art Training fürs Gehirn handelt und viele Erkenntnisse der Neurowissenschaft die Wirksamkeit und Effektivität dieser uralten Praxis untermauern. So recht vorstellen konnte er sich unter dem Begriff „Achtsamkeit“ nie etwas, deshalb war er froh über die einfache Arbeitsdefinition: „Mit ruhigem, klarem Geist aufmerksam und wohlwollend im gegenwärtigen Moment sein.“

Was ist Achtsamkeit?

Das weckt seine Neugierde. Als Teenager hat er gerne Radios und Computer auseinander gebaut, um herauszufinden, wie diese funktionieren. Nun beginnt er sich für die „Verdrahtung“ in seinem Kopf und Körper zu interessieren – und entdeckt Erstaunliches.

In den nächsten Abschnitten werden wir vereinfachen. Dabei konzentrieren wir uns auf wesentliche Erkenntnisse, die wir Ihnen mitgeben möchten, damit Sie sich selbst besser verstehen. Dafür benötigen Sie keine Doktorarbeit in Neurowissenschaften.

Manche Neurowissenschaftler unter unseren Lesern seufzen möglicherweise auf den nächsten Seiten. So agieren zum Beispiel die einzelnen Bereiche im Gehirn natürlich nicht getrennt voneinander. Ganz im Gegenteil: Der aktuelle Stand der Forschung unterstreicht, dass alle Teile des Gehirns eng miteinander vernetzt sind und intensiv kooperieren. Die genaue Verortung vieler Funktionen (zum Beispiel Kreativität, Schmerz) in einer einzigen Region des Gehirns hat sich als nicht haltbar erwiesen. Das faszinierende Organ in unserem Kopf funktioniert ungleich komplexer.

Und dennoch hat sich eine deutliche Vereinfachung dieser Zusammenhänge sehr bewährt, um die grundlegenden Prinzipien dahinter leicht verständlich und anschaulich vermitteln zu können. Und genau das ist unser Anliegen.

Umso wichtiger ist uns die Feststellung, dass die Ideen des Salzburger Achtsamkeitsmodells sehr sorgfältig auf Basis der aktuellen Forschungslage entwickelt worden sind und wir unzählige Stunden mit der Aufarbeitung der Literatur ebenso verbracht haben wie im Sparring mit renommierten Neurowissenschaftlern.

Gespannt, wie es weitergeht?

 

 

 
 
 

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